Rumpelstielzchen
Der König sitzt mit seinem Zepter auf dem Thron und pennt
Die Regierung seines Volkes ist nicht leicht, man verennt
sich dann ganz schnell in unbedachten mittelgroßen Kleinigkeiten
die einem dann am Ende nur allzugroßen Streß bereiten
Er träumt von Reichtum ohne gleichen driftet ab in Größenwahn
er ist der König reich und mächtig, er ist der der alles kann
Die Königin ist heut unpässlich, wieder mal, wer hätt` s gedacht
Ihn stört das nicht weil die Mätresse, es ganz vorzüglich mit ihm macht
sie war heute ganz einfühlsam, hat ihre Arbeit fein getan
stört sich nicht an seinen Runzeln, ist sehr offen ohne Scham
der König grinst, da ist einen Jucken, unten tief in seinem Schritt
er kratzt sich mit `nem Wohlgefallen die Gonorrhoe, die nimmt ihn mit
Der König lässt das Zepter fallen, im Schlaf da fand er einen Plan
Der Traum, der ihm im Schlaf gekommen, hat`s ihm völlig angetan
Hämisch grinsend, Hände reibend, freut sich, wie ein keines Kind
Ruft er nach dem Schatzminister, sagt ihm sogleich wonach er sinnt
Der Schatzminister sagte aber, jetzt ist er sein Köpflein los
Der König, der mag kein Gelaber, schickte seinen Henker los
Alle sollen ganz arm werden, nur der König wird ganz reich
alles Gold im ganzen Land, will er haben, jetzt sogleich
Alles Stroh im ganzen Land, soll in der Tochter Schlafgemach
soll sie spinnen, diese Schlampe, Stroh zu Gold und hernach
mit ihm ein kleines Kindlein machen, süß und goldig, so wie er
und dann ruft er nach den Wachen, bringt mir diese Schlampe her
Doch er machte seine Rechnung ohne einen kleinen Mann
der kam herein, hieß Rumpelstielzchen, und es rumpelte sodann
den König ganz schön doll zu Boden, rief Du elender Tyrann
Hast im Leben nichts gelernt, stell Dich noch mal hinten an
Im Schlafgemach der Königstochter spannen die beiden Stroh zu Gold
Er war rollig, sie war willig, Kinder haben sie nicht gewollt
Und die Moral von der Geschichte für Könige in aller Welt
lasst die Finger von den Kindern und von Eures Volkes Geld
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