1918
Tief im Westen, fern der Heimat, nass und frierend hocken wir
in einem Graben voller Leichen, ich hab Angst wie jeder hier
die meisten bleiben 2, 3 Tage, bevor sie sterben, doch wofür
seh` den Horror schon seit Wochen denk ich bin schon immer hier
Ich brauch dringend was zu essen und finde dann in meiner Not
in der Hand von einem Toten, einen Kanten weiches Brot
Mit Blut und Wasser vollgesogen hebe ich den Kanten auf
schließ` die Augen, schluck` ihn runter, der Ekel würgt ihn wieder rauf
Und dann wieder das Inferno, Tod und Leid mit vielen Stimmen
und so sehr ich das auch will, ich kann dem leider nicht entrinnen
seh` einen Körper aufgerissen , der halbe Kopf am Balken klebt
Der Junge kam erst gestern an, er hat nicht lange überlebt
letztes Grummeln, letztes Blitzen, wen hat es jetzt noch erwischt
noch ein Schrei aus nächster Nähe, und ein Lebenslicht erlischt
wieder liegen viele Tote im Graben zwischen Schlamm und Dreck
Einer muss die Marken sammeln, die andern bring die Leichen weg
Ref
Holt uns hier raus, holt uns hier weg
für wen, für was,
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